Manche mögen‘s heiß – Triathlon in Beilngries

Eigentlich ist dieser Bericht für den Wettbewerb um das „coolste Event“ völlig ungeeignet – ein Triathlon Ende August, eher eine Hitzeschlacht. Aber vielleicht ist ein heißer Wettkampf ja dann doch cool?

Zum zweiten Mal hatten die Veranstalter des Ingolstädter Triathlons zu ihrem zweiten Standbein ins schöne Altmühltal, in das romantische Städtchen Beilngries geladen. Dass die Veranstaltung gegenüber der Erstauflage deutlich gewachsen war, zeigte sich schon bei der Parkplatzsuche: der von den Organisatoren reservierte Parkplatz war hoffnungslos überfüllt – zum Glück hatten sich die Helfer mit den naheliegenden Supermärkten arrangiert, so dass deren Parkplätze am Samstagnachmittag mit genutzt werden konnten.

Fast noch in der größten Mittagshitze, um 13 Uhr, mussten die Volkstriathleten ran. Derweil konnte ich mir zunächst noch ein schattiges Plätzchen suchen – wobei ich mit diesem Wunsch beileibe nicht der Einzige war. Also besser nicht zwischendrin aufstehen und mal ein paar Schritte gehen – geh ich weg von dem Fleck… Aber da ich bei der Wettkampfbesprechung die Stimme eines alten Bekannten, unseres ehemaligen Trisport-Mitglieds Wolfgang Klinger gehört hatte, konnte ich mir die Gelegenheit zu einem kleinen Plausch mit Wolfi natürlich nicht entgehen lassen.

Zwei Stunden später war es dann auch für uns Starter der Olympischen Distanz soweit: der Startschuß trieb uns in den Main-Donau-Kanal. Ca. 200 m nach dem Start ging es unter einer Brücke durch – und ungelogen: oben war kein einziger Platz mehr frei. So viele Zuschauer habe ich bei einem Triathlon-Schwimmen noch nicht gesehen…

Eigentlich meint man ja, ein Kanal hätte keine oder kaum Strömung. Aber irgendwie ging es nur sehr mühsam voran. Dass ich kein guter Schwimmer bin, weiß ich ja – aber sooo schlecht ??? Komisch…. Endlich dann die Wende – und die Erleichterung: der Rückweg war viel leichter. Der Blick auf die GPS-Aufzeichnung zeigte im Nachhinein: ich war auf dem Rückweg rund 10 min schneller als auf dem Hinweg – da war wohl doch mehr Strömung als gedacht im Spiel gewesen. Zum Glück ging die Schwimmstrecke nicht in die andere Richtung.

Jetzt aber raus aus dem Wasser und ab auf die Radstrecke – und in der Wechselzone noch mal ein kurzer Gruß von Wolfi. Man kann natürlich drüber streiten, ob eine Radstrecke mit vier Runden besonders attraktiv ist – mein Urteil zur Beilngrieser Strecke: sie ist es. Auch deshalb, weil man dann auch als schwächerer Athlet nicht irgendwo einsam unterwegs ist. Platz war auf der breiten Staatsstraße ohnehin genug. Und vier Runden heißt auch: vier mal bei den Zuschauern am Straßenrand vorbeikommen, die da mit Musik und Bierchen saßen und wirklich jeden angefeuert haben.

Wind ist bei den Radlern meist eher unbeliebt – aber wie schon erwähnt: es war ein heißer Augustnachmittag. Und so war es mir durchaus willkommen, dass alle rund fünf Kilometer ein Abschnitt mit Gegenwind anstand – der kühlte doch merklich. Dazwischen gabe es ja auch immer wieder die Abschnitte mit Rückenwind, die das Tempo gleich mal ein paar km/h nach oben trieben.

Der schweißtreibendste Abschnitt stand aber noch an: das Laufen. Vier Runden durch die Altstadt von Beilgries sowie einen angrenzenden Park. Eine Laufstrecke mit Altstadt und Park – irgendwie kommt mir das bekannt vor -:) - und ja: wie auch bei uns in Erding macht eine schöne Strecke die Strapazen ein gutes Stück leichter. Zumal in Beilngries alle paar Meter eine Abwechslung wartete: mal eine Familie im Garten mit CD-Player und Gartenschlauch (wie angenehm kühl doch so eine kleine Dusche sein kann…), mal eine Musikgruppe, mal die Feuerwehr mit dem größeren Schlauch. Und dann immer wieder der Durchlauf durch die Altstadt mit den Zuschauern in den Cafes und Kneipen – und beim vierten Mal: endlich das Ziel !

Eine letzte Herausforderung wartete dann doch noch: das Einsteigen ins Auto, welches die ganze Zeit auf dem Supermarktparkplatz in der Augustsonne gestanden hatte. „Kuschelig warm“ wäre eine glatte Untertreibung – eigentlich hatte ich doch an diesem Nachmittag schon genug geschwitzt...

Mein Fazit: eine der schönsten Triathlonveranstaltungen, die ich bisher absolviert habe (unsere in Erding ist natürlich die schönste, keine Frage :) ) – großes Zuschauerinteresse, beste Stimmung, schöne Strecken. Ein Tipp für unsere nächste Vereinsmeisterschaft ? Der Termin für 2018 steht bereits fest: 25. August.

www.triathlon-beilngries.de

Karsten Seliger, 31.10.2017









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