Marathon im Nationalpark Harz

Was man so macht an einem verregneten Pfingstsamstag...

In der Reihe "Coolste Event" freuen wir uns wieder über einen Beitrag von Karsten, der am Pfingstwochenende das Nützliche mit dem Angenehmen (?) verbunden hat. Danke dafür!

Es gibt ja Marathons mit zehntausenden Teilnehmern und aufgeputschter Stimmung kurz vor dem Start – das ist in Bad Harzburg ein bißchen anders. Insgesamt knapp 600 Teilnehmer haben sich für die Läufe am Harzer Berglauftag angemeldet – vom 1,2 km Schnupperlauf bis zum Marathon. Gut 80 davon starten auf der Marathonstrecke - da bleibt auch noch kurz vor dem Start Zeit für ein Foto mit dem Maskottchen des Nationalparkes Harz. So entspannt geht es nicht bei jedem Lauf zu...

Vermutlich bin ich einer der Teilnehmer mit der weitesten Anreise – aber warum bin ich eigentlich hier ?
a): ich habe nach einem Marathon am Pfingstwochenende gesucht – da ist die Auswahl gar nicht so groß
b): ich wollte mal wieder einen Marathon mit Höhenmetern machen – auch davon gibt es nicht allzu viele
c): im Harz war ich schon ganz lange nicht mehr – da bot sich ein langes Wochenende doch mal wieder für einen Besuch an

Um 10 Uhr, zehn Minuten vor den Marathonis, fiel der Startschuss für die Halbmarathonstrecke. Gefühlt war damit gut die Hälfte aller Leute im Startraum weg – und das Maskottchen war nicht mehr von anderen belagert. Also Zeit für ein Foto...



In den Tagen vor dem Wettkampf war es recht dampfig-schwül gewesen – eine Erfrischung war also durchaus willkommen. Aber hätte sie gleich so heftig ausfallen müssen? In der Nacht hatte es schon einige Güsse gegeben, und auch auf der ersten der beiden Runden hat es gewittert und geschauert. Kein Dauerregen – aber dafür um so heftiger. Wir sind ja nicht auf einem Stadtkurs auf Asphalt unterwegs, sondern auf Waldwegen – und die verwandeln sich unter solchem Einfluss dann gern in Schlamm.
Zwar besserte sich das Wetter auf der zweiten Runde etwas – trotzdem ließ sich das eigene Aussehen im Ziel am besten mit dem Spruch beschreiben: „Du siehst aus wie ein Schwein, und dreckig bist Du auch noch!“.
Die grösste Herausforderung: wie reinigt man über und über von Schlamm bedeckte Laufschuhe, wenn man im Quartier keinen Wischeimer zur Verfügung hat? Ein Mülleimer musste aushelfen – die Mülltüte konnte auch noch gute Dienste als Unterlage beim Abtropfen leisten...

Die beiden folgenden Tage habe ich dann noch für ein paar Radlkilometer im Harz genutzt – Wernigerode, Ilsenburg, Braunlage und Goslar sind traditionsreiche Städte mit wunderbarem Flair, und auch die Dampfloks der Harzer Schmalspurbahnen geben willkommene Fotomotive ab. Auch wenn ich nur auf gut 800 m Höhe gekommen bin (den Brocken habe ich umrundet) – Höhenmeter kann man im Harz ordentlich sammeln.

Aber jetzt noch mal zurück zum Marathon: ca. 1.000 Höhenmeter Anstieg standen auf dem Programm – ich hatte dafür rund 1 Stunde mehr als bei einem flachen Marathon veranschlagt, also für mich ca. 5 Stunden. Daher war ich sehr mit mir zufrieden, als die Uhr im Ziel bei 4:45 h stand. Und was gab es dann im Ziel zu trinken? Erdinger Alkoholfrei!






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