Trainingsfahrt ins Trainingslager

21 TriKids fuhren zur Jugendbildungsmaßnahme nach Inzell

„Echt cool, endlich was los in den Osterferien“, sagte Antonia Stanzel-Deffner grinsend. Mit lockeren Sprüchen wie diesem trotzen am letzten Aprilwochenende sechs junge Trisportler den windigen Bedingungen und fuhren, begleitet von zwei erwachsenen Trainern, 110 Kilometer mit dem Rennrad von Erding nach Inzell. Ziel: das dortige Jugendferiendorf, in der die Nachwuchssportler wie im letzten Jahr ihre Jugendbildungsmaßnahme absolvierten. Unter dem Motto „Gesunde Lebensführung“ trafen sich 21 Schüler und Jugendliche des Erdinger Ausdauersportvereins, um gemeinsam zu trainieren.

Ausgangspunkt des Ausflugs war der Parkplatz am Hallenbad in Erding, an dem sich alle pünktlich am Freitag um 10 Uhr einfanden. Die Schüler (unter 14) und Mountainbiker machten sich im Bus auf die Reise, sechs jugendliche Rennradler wagten sich per Zweirad und Muskelkraft los. Zwei von ihnen auf brandneuen Rädern, die der Verein der TriKids-Abteilung kürzlich spendiert hatte. „Natürlich hatten wir die Osterferien genutzt und uns auf diese lange Fahrt gut vorbereitet“, berichtet Jugendtrainierin Daniela Mau, die die Kids zusammen mit Martin Schönfelder auf dem 110-Kilometer-Trip begleitete. Neben einem wohldosierten Ferien-Trainingsprogramm hatte die Truppe am Ostermontag eine 90-Kilometer-Tour durchs Holzland und um den Flughafen gemacht und dabei ein paar knackige Steigungen hinter sich gebracht. So konnten die TriKids sogar den unangenehmen Gegenwind wegstecken, der ihnen ab dem Chiemsee um die Ohren blies. Dank gezieltem Windschattenfahren und der einen oder anderen Pause war es nach sechs Stunden geschafft, und sie kamen mit stolzgeschwellter Brust in Inzell an. „Krasse Fahrt“, war Kathi Heilmaiers cooler Kommentar zur tollen Leistung.

Derweil hatten die bereits per Bus eingetroffenen TriKids natürlich auch eine Radtour veranstaltet, so dass die am Nachmittag stattfindende Gymnastik allen gut tat und die schweren Beine wieder munter machte. Am Abend stand traditionell das HiBall-Spiel auf dem Programm, eine Mischung aus Trampolin und Basketball. 

Am Samstag ging’s nach einem morgendlichen Schwimmtraining – schließlich steht ja Mitte Mai in München der erste Triathlon-Wettkampf an – in die örtliche Sporthalle. Rückentraining war angesagt. Klingt unspannend? War’s aber nicht. „Ein starker Rücken für ein stabiles Leben“ lautete das Motto, und die spielerischen Übungen zur Stabilisation und Kräftigung der Muskulatur machten allen viel Spaß. Nachmittags folgte, ebenfalls wichtig für Tritathleten, ein Koppeltraining. Denn beim Wechsel zwischen Radfahren und Laufen kann man eine Menge Zeit und Kraft verlieren, wenn man es nicht geübt hat. Als die Kids danach auch noch beim Biathlon mit Lichtgewehren voller Eifer bei der Sache waren, war klar: So viel frische Luft und Bewegung macht müde. Am Abend war es in den Hütten schnell mucksmäuschenstill.

Am Sonntag stand erneut das Fahrrad im Mittelpunkt, und dabei speziell Geschicklichkeit. Schnelles Auf- und Absteigen, Aufheben einer Flasche während der Fahrt, Helm aufsetzen nach einem kurzen Sprint – klar, dass da auch der Spaß nicht zu kurz kam: Es wurde viel gelacht, über sich selbst und über die anderen... 

Mit einem gemeinsamen Duathlon klang das Wochenende aus. Alle TriKids bekamen eine Urkunde, und so mancher fragte erstaunt: „Schon vorbei? Wo ist die Zeit geblieben?“ Da sage noch einer, gesunde Lebensführung sei langweilig . . .









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