Aying, Christine und Mariä (auf) Himmelfahrt.

Uwe, wie konnte ich dich nur vergessen!

Alles ist wie immer, man könnte meinen, hier braucht nichts mehr erzählt werden. Treffen am Gesundheitspark, schönes Wetter, motivierte Ausflügler, ausgesuchtes attraktives Ziel (Aying) von Karsten, Ausdruck auf Papier in Farbe, Kalli der Windhund und experimentierfreudige Vorausfahrer.

Ein weiterer (spät)sommerlicher Beitrag von Anke.

Und Uwe, ja Asche über mein Haupt – heute vergesse ich dich nicht! Uwe ist von der Partie. Das war er zur ersten Radausfahrt im Mai ebenfalls. Tatsächlich und auf dem Foto in meinen Erzählungen über Onassis. Allerdings blieb er unerwähnt. Kein Wort habe ich über ihn verloren… So sorry! Dabei gehört Uwe bereits zum „Inventar“, wenn man an die samstäglichen Radausfahrten denkt. Heute bekommst du dafür ein paar Extra Zeilen…

Wie immer, und auch das ist mittlerweile Routine, braucht mein Rad wieder Luft und mit der Handpumpe ist das wirkliche eine Zumutung! Kalli pumpt und Karsten zieht das Pad meines Triathlonlenkers mit seinem Imbus nach. Ist ja irgendwie lästig, jedes Mal Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen. Wer Rad fährt, dazu noch Rennrad sollte sich ebenfalls mit der Wartung und Pflege auskennen. Deshalb habe ich mir nun nach dieser Radtour - Kürzlich, ganz nebenbei erwähnt… eine Standpumpe nach einer fachkundigen grinsenden Beratung im Baumarkt zugelegt. „Ja die ist gut, die benutzen wir regelmäßig, um unsere eigenen Verkaufsräder aufzupumpen.“  Und „ JA. Eine Frau hat ebenfalls genug Muskelkraft, um dieses Gerät zu bedienen.“  Die Argumente überzeugen, Preis-Leistung stimmt. Gekauft.  Ja aber mal ehrlich – viele technische Geräte sind so ausgelegt, dass Frau Mann braucht? Ob da ein Plan dahinter steckt? Mmh. Wie dem auch sei: Einen Imbusschlüssel habe ich nun selber immer dabei. Den zu bedienen, ist denkt Frau einfach. Wichtig ist lediglich nur, dass du das kurze Stück steckst und das länger als Hebel verwendest. Dazu habe ich etwas Praxis zur Erkenntnis gebraucht, ansonsten ist meine Nachziehkraft der Padschraube unzureichend und sie lockert sich nach dreistündiger Unterarmbelastung gerne wieder.  Der Trick liegt im Knick.

Doch nun von der Wartung zum Ausflug. Obwohl sich so viel wiederholt, ist einiges AN.ders: Wir schießen kein Foto beim Stärkels. Wohl weil ich nicht dran denke. Dafür steht dort am Treffpunkt eine Frau mit grünem neuem Rennrad, die ich nicht kenne. Es klärt sich gleich auf. Es ist Christine, die heute ihren ersten Auftritt hat. Aus Haar ist sie gekommen und hat es erstmalig geschafft ihr Rad ins Auto zu packen und zu uns zu stoßen. Sie hat bereits mehrere Anläufe gebraucht. Nun steht sie da, futtert eine Banane und wartet auf das was heute so passiert. Ihr Alter ist schwer zu schätzen, so jung wirkt sie auf ihrem nagelneuen grünen Rad. Schmale Taille und sportlicher Körperbau. Wir starten und ich wage zu behaupten, dass die Männer gleich einen Tritt runder und schneller fahren (wird keiner wirklich zugeben wollen….).  Wir kommen flott und zügig voran, genießen den Fahrtwind, denn wir haben heute wieder einen der in diesem Sommer so typischen Tage, an denen das Quecksilber des Thermometers die 30 Grad Celsius überschreitet. Da ist stehenbleiben und langsam fahren schweißtreibend.

Während der Fahrt erfahre ich, dass Christine, die recht kurz ist, das grüne Rad bei Karl Pfeiffer erworben hat. Einen geeigneten Rahmen mit großen Rädern zu bekommen, der auf ihr kleines körperliches Format passt, ist eine Herausforderung. Karl hat ihr nicht nur diesen Rennmaschinenverschnitt organisiert, sondern gleich den Vereinstipp gegeben, denn die vom  Radsportverein sind zu schnell unterwegs, meint sie. Ich habe das selber mal ausprobiert. Der Frontfahrer mit dem rückseitig gut lesbar bedrucktem Trikot: „Wer später bremst bleibt länger schnell“  oder so ähnlich sagt dir deutlich unter welchem Tenor geradelt wird. Das geht gut, solange du im Windschatten bleibst, die Strecke eben ist, du Anschluss behältst. Sobald du in der Kurve abreißt oder es bergan geht, sieht es mau aus. Christine mag Grün in frischer klarer Atmosphäre und so ist das Münchner Trisport - Pendant, die in der Stadt starten nicht sonderlich attraktiv. Kurz und gut. Wir Erdinger hier auf dem Land mit moderater Geschwindigkeit sind eine gute Wahl.


Wir gleiten so dahin und sind in gefühlter Kürze in Aying  angekommen. Das feine Restaurant des Brauereigasthof  im separaten grünen gemütlichen Draußen, mit den bequemen Sitzmöbel, unter schattigen Bäumen gelegen, wirkt sehr einladend - finde ich - ist für uns muffige Radfahrer wohl eher unpassend meint Kalli. Die anderen besprechen sich… Nun: nachdem wir von dem smarten Kellner erfahren, dass wir für dieses exklusive Etablissement hätten vorher reservieren müssen - erübrigt sich das lange Rumdiskutieren und wir entscheiden uns für den zentral gelegenen, bodenständig großen Biergarten in der Mitte des Ortes, gedacht für das gemeine Volk und ist somit für schnittig schwitzige Radfahrer wie wir es sind optimal geeignet. Wir holen Essen und Getränke, bedienen uns praktisch selber, wir „Altmitglieder“ finden vier weitgehend schattige Plätze, während Christine der Platz an der Sonne vorbehalten ist. Ob dieser Ort in Anbetracht der heißen Wetterlage das gezogene „große Los“ ist, ist Geschmacksache. Auf jeden Fall: Das Radler verdampft nur so, während es durch unsere  heißen Kehlen rinnt.

Uwe stellt Fragen, Christine antwortet. Die Kirschbaums sind keine unbekannten Leute. Sie hat bereits an einigen Triathlon teilgenommen, unter anderem den Chiemsee bei „hohem Seegang“  und unseren Erdinger im letzten Jahr im Regen bestritten. Sie kam über der Leistungsgruppe Schwimmen zum Triathlon und ist ansonsten gern sportlich an der frischen Luft aktiv unterwegs. “Der Sport ist da auswechselbar.“ sagt sie. „Hauptsache draußen!“

Knödel in Soße mit Schweinebraten, Wurstsalate, Brezeln schmecken. Einhundert Radkilometer (die Rückfahrt mit eingerechnet) brauchen schon etwas Energie.

Bayern ist der Feiertagsfavorit im deutschen Land. Andere Bundesländer sind damit schlechter versorgt und so kommt es, dass wir bald den Rückweg antreten. Karsten muss noch arbeiten, Telefonkonferenz über die Landesgrenze hinaus.

AN.ders
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